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SAARBRÜCKEN (recent information on other pages of this site!)
Light Rail tram/train: success of a duo-system.


All photos Saarbrücken: (C) Light Rail Atlas / Rob van der Bijl, August-December 1999


Saarbrücken In October 1997 trams returned to the streets of Saarbrücken in Germany (the old ones left in 1967). This new Light Rail system uses a new track in the innercity, from Cottbuserplatz to Brebach. The line continues from here to the French bordertown Sarreguemines (Saargemund) via heavy railtracks of the Deutsche Bahn (DB), along the valley of the river Saar.
The Light Rail Vehicles (built by Bombardier) are suitable for operation in streets and on heavy railways. So, it is possible to build relatively fast and cheap the first line of a future regional network.


View from the temporal office of Light Rail Atlas in Saarbrücken, Augustus 20, 1999


The new system is doing well. There is a substantial growth of (new) passengers. The centre-part of the line is extremely succesfull. This part is also the backbone of the reorganized (feeder-)bussystem. At the moment an extension of the line to Brebach is under construction. The first part of this new branche (to southern Riegelsberg) will use new streettracks. The second part will be built on an old heavy railline, bought for 1 mark (1/2 dollar) from the national railway company (DB).
In the summer of 1999 a temporal line 2 was in operation from Saarbrücken centre - via the new DB-connection - on tracks of the DB to the Messe (Expo). This temporal line illustrates the rather easy way of extending the system into the region. Like Karlsruhe (also in Germany) Saarbrücken already represents a new succesfull duo-system.



MAP: (C) Light Rail Atlas, November 1999

Instructive example

The new system of Saarbrücken is a very constructive example for comparable situations in Europe, America and other parts of the world. Cities like Luxembourg (L), Mulhouse (F), Leiden (NL), Groningen (NL), Kiel (D), Wiesbaden (D), Oporto (P), San Diego (USA), Los Angeles (USA), Melbourne (AUS), and many others can learn a lot of this recent German precedent.
The importance of the Saarbrücken experience justifies a large quote from our German source.
This quote is taken from Martin Karr's 'Mehrsystemkonzepte der Schienenbahnen in Europa' (Technical University of Karlsruhe (TH), 1998). Note: 'EBO' is the German standard for heavy railway, 'BoStrab' for tramway.

QUOTE:

Der Betrieb in Saarbrücken startete im Oktober 1997. Die einstige Straßenbahn (Meterspur) war bereits 1967 aufgelassen worden. Die Entscheidung, eine Stadtbahn unter Mitbenutzung von DB-Strecken neu aufzubauen, wurde aufgrund einer Untersuchung im Jahre 1991 getroffen. Vorbild dazu war das "Karlsruher Modell".
Der große Vorteil in Saarbrücken war die Einführung eines komplett neuen Systems. Man brauchte also auf evtl. vorhandene Restriktionen bestehender Anlagen und Fahrzeuge keine Rücksicht zu nehmen und konnte frei planen. Dieser Vorteil hatte aber zugleich den Nachteil, daß kein Know-how in Sachen Schienenverkehr bei den örtlichen Verkehrsbetrieben vorhanden war und man anfänglich auf Planungsfirmen angewiesen war.
Anfangs war dann auch die Verkehrs-Consult Karlsruhe GmbH VCK (heute: Transport Technologie Consult Karlsruhe TTK, eine Tochter der VBK) mit an den Planungen beteiligt. Federführend jedoch war die Rail Consult Köln GmbH (RC), die ihre Kölner Erfahrungen mit einbrachte.


Photo (C) Light Rail Atlas, temporal terminus Cottbuserplatz, August 20, 1999

Die Errichtung des Saarbrückener Systems soll in mehreren Ausbauschritten verwirklicht werden. Der jetzt in Betrieb befindliche Teil Saarbrücken-Sarreguemins (Saargemünd in Frankreich) ist der südliche Teil einer Nord-Süd Durchmesserlinie. Prinzipiell entspricht es dem Karlsruher Mischbetrieb (also Betrieb nach EBO und BOStrab); dennoch sind einige Unterschiede zu verzeichnen: In der Wahl des Radprofils war man ungebunden und entschloß sich naheliegender Weise für das Profil C (EBO-Profil). Besondere Überlegungen zum Verkehren auf DB-Strecken waren daher aus spurfürungstechnischer Sicht erst gar nicht anzustellen.
Im BOStrab Bereich ist die Stadtbahn ausschließlich auf besonderem Bahnkörper trassiert. Dieser ist gegenüber den benachbarten Verkehrsflächen (Fahrbahn, Fußweg...) um 8 cm erhöht und geschlossen ausgeführt (Einpflasterung). In Ausnahmefällen kann er also über- und befahren werden. Wegen des besonderen Bahnköpers ist es hier auch problemlos möglich eine Rillenschiene mit breiter Rillenweite von 60 mm zu verwenden.


Photo (C) Light Rail Atlas, connection to heavy railtracks near Cottbuserplatz, August 21, 1999

Für das EBO-Profil mit seinem breiten Spurkranz ist dies –auch in Kurven- ausreichend breit. Für die Trassierung der BOStrab Strecke wurde zunächst von den Fahrzeugmaßen des Stadtbahnwagens "Typ B" ausgegangen. Der Gleismittenabstand beträgt 3050 mm, bei Mittelmasten für die Fahrleitung 3500 mm. Die zweigleisige EBO-Strecke (Kursbuchnummer 684) führt über die deutsch-französische Grenze nach Saargemünd. Der französische Bahnhof liegt ca. 1 km hinter der Grenze, wobei dieser Abschnitt nur eingleisig ist. Das deutsche Stromsystem reicht bis dorthin, wobei nur Gleis 1 über eine Fahrleitung verfügt. Der weitere Verlauf der Strecke (auf französicher Seite) ist nicht elektrifiziert. Der Betrieb auf diesem 1 km wird mit einer besonderen Genehmigung der SNCF durchgeführt.
Die Systemwechselstelle liegt zwischen der Haltestelle Hallberg/Römerkastell und dem Bahnhof Brebach auf der Verbindungsrampe zu den DB-Gleisen. Das Umschalten geschieht innerhalb des 80 m langen spannungslosen (und bahngeerdeten) Abschnitts automatisch. Die Fahrzeug sind wieder mit doppelten Systemen ausgerüstet.
Für EBO-Betrieb auf der DB-Strecke mit Indusi, Sifa und Zugbahnfunk. Im BOStrab Betrieb wird auf Sicht gefahren. Die Weichenstellungen werden über ZUB-Datentelegramme (Zugbeeinflussung) gesteuert. Die Anforderungen für LSA-Phasen erfolgt vom RBL (Rechnergestüztes Betriebsleitsystem), das ein Ortungssystem beinhaltet, per Funktelegramm. Der Funkverkehr wird mit einem vom Zugbahnfunk unabhängigen Gerät abgewickelt.


Photo (C) Light Rail Atlas, Saarbahn in centre, August 21, 1999

Die Fahrzeuge für die Stadtbahn Saarbrücken wurden von Bombardier Eurorail entwickelt und gebaut. Sie sind auf Grundlage des für Köln gebauten K4000 entwickelt worden. Sie besitzen eine Zulassung für EBO-Strecken gemäß den LNT Richtlinien. Die Rahmensteifigkeit der Fahrzeuge ist max. 600 kN; sie sind so freizügig im DB-Netz einsetzbar. Die Zuglänge bei Doppeltraktion beträgt 74,94 m und nützt die zulässige Länge der BOStrab von 75 m optimal aus.
Die Abstimmung der Fußbodenhöhe im Einstiegsbereich mit der Höhe der Bahnsteige kann man als besonders gelungen bezeichnen. Die Fußbodenhöhe (über SO) beträgt 400 mm; die Höhe der Bahnsteige im BOStrab Bereich liegt bei 350 mm. Der Spalt zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeug ist minimal. Die Bahnsteige sind vom angrenzenden Niveau der Verkehrsflächen über Rampen mit einer max. Steigung von 6 % zu erreichen. Im EBO-Bereich haben die Bahnsteige eine Höhe von 380 mm. Allerdings ist der Abstand Fahrzeug-Bahnsteigkante aufgrund der Fahrzeugbreite von 2650 mm und den EBO-Lichtraumbestimmungen ca. 275 mm breit. Daher kommt hier eine schwenkbare Trittstufe zum Einsatz, die mit einer Breite von 200 mm den Spalt auf 75 mm reduziert. Die Ansteuerung wird vom Fahrer entsprechend des Bahnsteigtyps voreingestellt.
Derzeit wird vom saarländischen Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr die Entwicklung eines Drei-System-Fahrzeugs angeregt, welches auch mit Spannungen von 25 kV 50 Hz Wechselstrom oder mit Hybridantrieb (Diesel- oder gaselektrisch) betrieben werden kann. Im Rahmen des THERMIE-Programms der EU soll dazu ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gestartet werden. Für den Einsatz in Frankreich und in Luxemburg würden sich dann neue Einsatzmöglichkeiten ergeben.


Photo (C) Light Rail Atlas, Saarbahn in Brebach , August 21, 1999

Links Saarbrücken

http://www.saarbruecken.de
On the city of Saarbrücken

http://www.saarbahn.de
Saarbahn, the new public transport company of Saarbrücken

http://www.saarbruecken.de/webcam.htm
WEB-CAM in the innnercity. If your are lucky you can see a LRV-vehicle performing as a contemporal streetcar!

http://www.karr.de/veroeffentlichungen/vtint7.html

The tramway of Saarbrücken incorperates two systems. M. Karr writes an interesting essay on this German invention.

 

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